Grundlegende Zahlen über die deutsche Stiftungslandschaft

von Ehrenfried Conta Gromberg 
 

Wie bekommen ich ein Gefühl für den Stiftungs Boom und die Auswirkung der Finankrise auf die Stiftungen? Hier bietet es sich an, zunächst direkt an der Quelle zu schöpfen. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat 2008 eine aufwendige neue sechste Auflage des Verzeichnis Deutscher Stiftungen aufgelegt – sie lohnt sich. Und sie schafft Grundlagen.

 
Eigentlich ist die sechste Auflage vom Verzeichnis Deutscher Stiftungen bereits im Juni 2008 erschienen. Da die Finanzkrise erneut zur Diskussion über die Qualität der Rendite von Stiftungen führen wird, rezensieren wir hier etwas verspätet das Werk. Ohne den Rückgriff auf die dort enthaltenen Zahlen wird ein Gespräch immer zu kurz greifen.

Verschiedene Wege zum Ziel

Um das Wissen des Verbandes in seinen Bücherschrank zu bekommen, gibt es verschiedene Wege. Sie hängen davon ab, wieviel Sie ausgeben wollen.

Die Luxus-Variante

Sie holen sich das Verzeichnis Deutscher Stiftungen in der Komplett-Ausgabe:
 

Verzeichnis Deutscher Stiftungen Bd. 1-3 mit CD-ROM

ISBN: 978-3-927645-96-7
Diese umfasst:

Band 1

Ein 160-seiten starkes Booklet mit den grundlegenden Statistiken. Diese „Vorbuch“ ist jeder Fundraiserin und jedem Fundraiser wärmstens zu empfehlen. Denn es zeigt fundiert, was sich von 1990 bis Februar 2008 (Redaktionsschluß des Verzeichnisses) im Bereich der deutschen Stiftungen getan hat.

Band 2 + 3

Zwei Hardcover Lexikas mit Kurzsteckbriefen von 15.400 Stiftungen. Es gibt keine andere Quelle in Deutschland, in der Sie so schnell den Überblick über die deutschen Stiftungen bekommen.

CD-Rom

Die Daten der 15.400 Stiftungen per Computer im Zugriff.
Diese CD-Rom spart viel Zeit, wenn Sie Stiftungen recherchieren wollen.

Die Sparstrumpfvariante

Hier haben Sie nur Band 1 und die CD-Rom.

Verzeichnis Deutscher Stiftungen Bd. 1 mit CD-ROM

ISBN: 978-3-927645-97-4
Immer noch teuer genug, reicht diese Kombination vollkommen aus,
wenn Sie hin und wieder einmal zu einzelnen Stiftungen recherchieren.
 
Schade ist es, dass es der Band 1 nur zusammen mit dem Gesamtverzeichnis zu bekommen ist. Das wäre für viele Fundraiser und Tätige im Sozialmarketing ein schneller, guter Erstlese-Tipp zum Thema. Auch dann, wenn man nicht alle 15.400 Adressen der Stiftungen braucht. Die Schreiber und Gestalter des Buches habe es wirklich geschafft, viele Fakten in gut aufgearbeiteten Grafiken anschaulich zu machen.

Vorsicht:
Stiftungs Report ist noch etwas anderes

Als Einzel-Publikation gibt es den Stiftungs-Report 2008/2009.
Der parallel gleichzeitig erschienene Stiftungs-Report greift zwar auf die gleichen Daten zurück, hier wurden die Daten aber unter einem etwas anderem Gesichtspunkt aufgearbeitet.

StiftungsReport 2008/2009

ISBN: 3-927645-84-2
Der Untertitel besagt „Wie Vielfalt zusammenhält – Projekte, Initiativen und Menschen“. So gibt es in diesem Buch eine Reihe von Kapiteln, die den Zusammenhang von Stiftungsprojekten und der Integration von Menschen verschiedenster Art in unserer Gesellschaft aufzeigen.
Salopp gesagt: Sie finden hier auch die Daten. Aber nicht ganz so fein aufgeschlüsselt. Dafür aber mit mehr Fleisch aus der praktischen Arbeit.
Also Rückbezügen zu Projekten und den beteiligten Menschen.

Fazit

Wer die aktuellen Zahlen im Zugriff haben will, sollte versuchen, sich den Band 1 des Verzeichnisses zu besorgen. Wer Stiftungs-Recherchen durchführt, braucht auch die CD ROM. Wer beim Kleingeld aufpassen muss, holt sich zumindestens den Stiftungs-Report. So oder so sind alle der genannten Publikationen empfehlenswert.

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