Bürgergesellschaft und Gemeinwohl
Tauschringe
Tauschringe, in der englischen Fachliteratur auch Local Exchange Trading System genannt, sind Gemeinschaften, in denen ein Austausch mit Hilfe einer geldlosen Währung stattfindet.
Ausbreitung der Tauschringe in Deutschland
1995 gab es erst 10 Tauschringe in Deutschland. Heute dürften es über 200 sein. Es gibt keinen Bundesverband, aber ein Bundestreffen, an dem viele Tauschringe teilnehmen. Tauschringe sind ein Trendfeld im Sozialmarketing.
Was sind Tauschringe?
In Tauschsystemen tauschen meist Privatpersonen Leistungen aus und verrechnen diese mit einer selbstgeschaffenen Einheit.
Tauschringe haben unterschiedliche Verfahren, wie Verrechnungseinheiten bemessen werden. Tauschringe wollen eine alternative Wirtschaftsform aufbauen, in der sich auch benachteiligte Menschen einbringen können. So werden in vielen Tauschringen die Stundenleistungen gleichwertig verrechnet (Also nach dem Prinzip Stunde um Stunde). In anderen Tauschringen handeln die Teilnehmer frei (Angebot und Nachfrage regelt den Preis). Tauschringe kommen häufig aus der Nachbarschaftshilfe und arbeiten ohne Zinsen, weder im Haben noch im Soll.
Problemfelder bei Tauschringen
Tauschringe als alternative Wirtschaftssysteme stehen im Spannungsfeld der staatlichen Anerkennung. Spätestens, wenn auch gewerbliche Partner und Firmen am Austausch teilnehmen ist die rechtliche Grundlage sauber zu erarbeiten.
Nähere Informationen über Tauschringe
www.tauschringe.org
www.tauschring-archiv.de
www.tauschringportal.de
www.tauschringe.org
In diesem Lexikon klären wir zentrale Begriffe aus dem Sozialmarketing und Fundraising.
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