Nach den Ergebnissen des dritten Freiwilligensurveys 1999-2009 sind 36 % der Bevölkerung freiwillig engagiert. Sie übernehmen längerfristige Arbeiten, Aufgaben oder Funktionen in Vereinen, Verbänden, in öffentlichen Einrichtungen und den Kirchen, aber auch in kleinen Gruppen, Projekten und Initiativen. Diese Form des Engagements ist eine stabile und nachhaltige Größe, ohne die gemeinnützige Organisationen ihrer Zweck nicht nachkommen könnten – im Schnitt üben die Freiwilligen ihre Aufgabe bereits seit 10 Jahren aus. Diese Ressource gilt es zu nutzen – nicht zuletzt auch im Fundraising. Mit der Frage, wie Organisationen professionell mit Freiwilligen zusammen arbeiten, sie für sich und ihre Aufgaben gewinnen, motivieren und über lange Zeit binden, beschäftigt sich das Freiwilligenmanagement.
Zusammengestellt von Kai Kulschewski
Niemand kommt heutzutage am Begriff "Zivilgesellschaft" vorbei, der politisch, publizistisch oder lehrend tätig ist. Dennoch gibt es im deutschsprachigen Raum keine Quellensammlung, die die Wurzeln des Zivilgesellschaftsbegriffs sichtbar macht. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Woher kommt er? Diese Fragen beantwortet der Quellenband "Zivilgesellschaft" anhand von Texten von der Antike bis zur Gegenwart. Ausgewählt werden philosophische, rechtshistorische und politische Texte.
Dieser Band bündelt die zentralen Fragestellungen und Ansätze für praxisorientierte Lösungen aus der Sicht unterschiedlicher Fachdisziplinen. Nach einführenden Überlegungen zu Gegenwart und Zukunft der Freiwilligenarbeit in Deutschland befassen sich die Beiträge mit grundsätzlichen Fragen des Managements von Freiwilligen: Was sind die Gründe für ehrenamtliches Engagement? Was ist bei der Gewinnung von Freiwilligen zu beachten? Der zweite Teil zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie eine gelungene Integration von Freiwilligen aussehen kann. Darüber hinaus werden auch neuere Formen von Freiwilligenarbeit in der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen vorgestellt.
Wenn Menschen weitgehend selbstbestimmt neue Engagementfelder erschließen und strukturieren wollen, zielen sie auf eine neuartige bürgerschaftliche Praxis. Die Engagierten und ihre potentiellen Kooperationspartner in Kommunen, Sozialen Diensten und Einrichtungen gehen diese Aufgabe mit sehr unterschiedlichen Motiven, Zielen und Arbeitsvoraussetzungen an.
Dieses Praxisbuch verbessert die Möglichkeiten der beteiligten Akteure, sich in die Perspektiven der jeweils anderen hinein zu versetzen und zeigt anhand einer empirisch fundierten Typologie von Engagementverläufen im sogenannten Neuen Ehrenamt Wege zum Aufbau gleichberechtigter Kooperationen und zur Lösung möglicher Probleme auf.
Der Band behandelt das individuelle Wechselverhältnis von Erwerbsarbeit und freiwilligem Engagement. Ausgehend von der Debatte um die Zukunft der Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie die Menschen bezahlte und unbezahlte Tätigkeiten in ihrer Lebensführung miteinander vereinbaren.
Die gegenwärtig geführten Debatten zur Zukunft der Erwerbs- und der Bürgergesellschaft werden im vorliegenden Buch synergetisch aufeinander bezogen. Dabei verfolgt Rosine Schulz das Ziel, die praktische Bedeutung der jeweils herausgearbeiteten Integrationspotenziale im Hinblick auf die gesellschaftliche Gruppe der Arbeitslosen auszuloten. Die Ergebnisse dieser empirischen Studie zeigen, dass das Kompetenz-Engagement Parallelen zu den Erfahrungen der Erwerbsarbeit aufweist und als Brückenfunktion in den ersten Arbeitsmarkt dienen kann.
Fundraising innovativ
ISSN 1866-6655
Ausgabe Nr. 10-02
25. März 2010
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