Provisionen im Fundraising Contra · Argumente gegen Provisionen im Fundraising
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Argumentation gegen Provisionen

Provisionen im Fundraising schaden Organisationen und Förderern

von Kai Fischer

 

Wer im Fundraising arbeitet, kommt mit der Forderung nach Arbeit auf Basis von Provisionen schnell in Berührung, versprechen Provisionen den Nonprofit-Organisationen doch geringe Risiken und eine Verschiebung der Investitionskosten auf den externen Dienstleister.

Wir lehnen bei Spendwerk Provisionen ab, da sich die negativen Folgen an vielen - häufig vollkommen unerwarteten Stellen - zeigen. Zu den wichtigsten Problemen gehören unserer Ansicht nach:

Provisionen führen zu Druck

Provisionen zielen immer auf den schnellen Erfolg. Ökonomischer Druck ist bei Provisionen beabsichtigt und kann schnell an Interessenten und Förderer weiter gegeben werden. Potenzielle Förderer und Interessenten können sich so unter unnötigen Druck gesetzt fühlen. Und wer sich unter Druck gesetzt fühlt, wird kein Spender, zumindest kein guter.

Provisionen rechnen sich nicht

Provisionen sind immer teurer als andere Formen der Bezahlung, da die erfolgreichen Projekte und Organisationen die weniger erfolgreichen mit finanzieren müssen. Und die Übernahme von Risiken lassen sich seriöse Dienstleister immer bezahlen. Oder glauben Sie, dass Unternehmen Risiken und Investitionskosten tragen, wenn es sich für sie nicht lohnen würde.

Provisionen führen zu Mainstream Fundraising

Dienstleister wissen, wie sie Ihre Organisation präsentieren müssen, um schneller einen ökonomischen Erfolg realisieren zu können. Was passiert, wenn Sie andere Vorstellungen über Ihren öffentlichen Auftritt haben? Am Ende bestimmt immer der, der das Risiko trägt, und das sind in diesem Fall nicht mehr Sie und Ihre Organisation.

Provisionen stoßen (spätestens) Großspender vor den Kopf

Gerade bei Erbschaften und bei Großspenden lässt sich immer wieder beobachten, dass die Arbeitsleistung in keinem Verhältnis zu den erzielten Provisionen steht. Die Firma Lidl war nicht begeistert, als der UNICEF-Fundraiser 6% von ihrer halben Million erhielt.

Provisionen führen zu Streit

Auch Abgrenzungsprobleme kommen in der Praxis nicht selten vor: Fundraising ist Beziehungsaufbau und vielfach komplex. Sind viele Menschen an Aufbau und Pflege der Beziehungen beteiligt, stellt sich immer wieder die Frage, wer welchen Anteil am Erfolg hat und wie sich der auf die Provision auswirkt.

Provisionen führen in Abhängigkeit

Wussten Sie, dass Sie bei Fundraising auf Provisionsbasis häufig keinen Anspruch auf Leistung haben? Sie können vielfach dem Dienstleister nicht ohne Weiteres kündigen, können ihn aber auch nicht zur Leistung zwingen. In so einem Fall stehen Sie ohne Einnahmen da. Und diese Situation kann zum ökonomischen Schaden ihrer Organisation auch länger anhalten.

Alle diese Punkte zeigen: Hände weg von Provisionen im Fundraising.
Die Folgen wiegen die Vorteile nicht auf.

Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Provisionen im Fundraising lesen Sie im Beitrag „Provisionen - Der Fluch im Fundraising", ein Beitrag, den Kai Fischer für Fundraising professionell geschrieben hat.

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