Fördererbindung - Marke - Loyalität
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Fördererbindung

 

Wie Ihre Marke Loyalität aufbaut

Abschlussartikel zu unserem Jahresthema „Fördererbindung“


von Kai Fischer

 

Marken sind nicht nur für Unternehmen wichtig. Auch für Nonprofit-Organisationen gewinnen sie immer mehr an Bedeutung. Nicht nur bei der Gewinnung neuer Förderern, sondern gerade auch bei deren Bindung. Denn Marken genießen Vertrauen und Vertrauen ist die Währung im Fundraising.

 

Warum Loyalität so wichtig im Fundraising ist

Nur wenn Ihnen Ihre Förderer vertrauen, spenden sie. Was passiert, wenn das Vertrauen verloren geht, zeigte das Unicef-Beispiel vom letzten Jahr. Viele tausend Förderer haben nicht mehr gespendet und es wird Jahre dauern, bis verlorenes Vertrauen wieder aufgebaut und Förderer zurückgewonnen werden. Deshalb gilt: Je mehr Vertrauen Förderer zu Ihnen haben, desto eher werden sie bereit sein zu spenden und auch für Ihre Organisation um Spenden bitten.
Marken verankern sich im Gehirn Ihrer Förderer. Markenpersönlichkeit und Markenidentität sind die Basis für diese nachhaltige Verankerung. Förderer wissen, was sie von Ihnen zu erwarten haben und dass Ihre Organisation eine Spitzenleistung erbringt. Diese langfristig und loyal zu unterstützen, ist eine wichtige Aufgabe.

Aber was müssen Sie machen, damit Sie Ihre Organisation in Richtung einer loyalitätsstiftenden Marke bewegen? Drei wichtige Punkte haben wir für Sie zusammengefasst:

1. Sorgen Sie für eine kongruente Erfahrung mit Ihrer Organisation

Förderer und Interessen haben viele Kontaktpunkte zu Ihrer Organisation. Sie lesen nicht nur Ihre Briefe, sie erfahren auch aus der Zeitung über Ihre Organisation, kommen eventuell vorbei und trinken mit dem einen oder anderen Mitarbeiter eine Tasse Kaffee. An allen diesen Punkten machen Menschen sich ein Bild von Ihnen. Nur wenn die Informationen zusammen passen, kann Ihre Marke die Kraft entfalten und Ihre Förderer binden.

Unser Tipp: Achten Sie auf alle Botschaften, die Ihre Organisation sendet und die über Ihre Organisation kursieren – auch im Internet und unter Ihren Mitarbeitern.

2. Nehmen Sie Beschwerden ernst

Beschwerden sind eine gute Möglichkeit, Förderern eine einzigartige Erfahrung mit Ihrer Organisation zu verschaffen. Nehmen Sie Beschwerden ernst. Auch wenn sie in Ihren Augen nicht begründet sein sollten, beruhen sie auf Erwartungen, die nicht erfüllt wurden. Beschwerden stellen ein Gesprächsangebot des Betroffenen dar. Solange Sie mit ihren Förderern im Gespräch sind, haben Sie noch eine gute Möglichkeit, Missverständnisse und Erwartungen zu klären und Ihren Förderern Angebote zu machen, bzw. sich zu entschuldigen. Wenn nicht mehr gesprochen wird, nicht mehr. Zusätzlich haben Sie die Chance, Hinweise und Tipps von Ihren Förderern zu erhalten. Eine Chance, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Unser Tipp: Bauen Sie ein funktionierendes Beschwerdemanagement auf und profitieren Sie von den Beschwerden Ihrer Förderer.

3. Profitieren Sie vom Empfehlungsmarketing

Eine starke Marke mit vielen zufriedenen Förderern ist eine gute Basis für ein Empfehlungsmarketing. Menschen erzählen nur dann, wenn sie von Ihrer Organisation überzeugt sind. Nur dann entschließen sie sich z.B. ihre Geburtstagsgäste um eine Spende anstatt eines Geschenkes zu bitten. Im Empfehlungsmarketing steckt ein großes Potenzial – insbesondere wenn Ihr Direktmarketing immer schwieriger wird und Erfolge zumindest bei Kaltmailings zunehmend ausbleiben.

Unser Tipp: Empfehler bauen Ihre Marke stärker auf als viele Marketingaktionen. Achten Sie deshalb besonders auf die Menschen, die für Sie um Spenden bitten.

Abschluss

Damit kommt unser Jahresthema zum Ende. Bindung und loyale Förderer sind für alle Organisationen entscheidend für eine langfristige und nachhaltige finanzielle Stabilität. Deshalb sollten Sie auf Strategien der Bindung ein besonderes Augenmerk legen. Hier entscheidet sich, ob Ihre Organisation auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vorankommt.