Definition

Dritter Sektor

 

Als dritter Sektor in der Gesellschaft werden häufig die sozialen Organisationen neben dem Staat (= erster Sektor) und der freier Wirtschaft (= zweiter Sektor) bezeichnet. Die Aufgaben, die der sog. Dritte Sektor übernimmt wachsen, da der Staat immer mehr Verantwortung abgibt.

Der dritte Sektor bleibt nicht länger unter sich

Der Dritte Sektor besteht klassisch gesehen aus gemeinnützigen Vereinen, Initiativen, Stiftungen, gGmbHs und andere gemeinnützigen Körperschaften, die häufig auch als Non Profit Organisationen bezeichnet werden.
De facto ist der Dritte Sektor nicht mehr so einfach abzugrenzen, wie dies früher einmal war:
Die Mitspielern im sozialen Markt nehmen zu
Profitorientierte Firmen steigen in soziale und ökologische Projekte ein
Der Staat gibt Aufgaben in „private Hand“
Soziale Organisationen werden Kooperations- oder Wirtschaftspartner
Social Entrepreneurship und Social Business verändern die Sichtweise

Hinterfragung des Bildes des Dritten Sektors

Die Aufteilung aller gesellschaftlicher Kräfte in drei Sektoren ist zu hinterfragen. Die Grenzen zwischen den Sektoren werden immer flexibler. Neue Soziale Geschäftsmodelle setzen sich im Dritten Sektor durch.
Dazu kommt, dass im „Sektorendenken“ eine der wichtigsten Kräfte, das Individuum, gar nicht auftritt. Die Bürgergesellschaft besteht aber in erster Linie aus mündigen Bürgerinnen und Bürgern, die Ihre Rechte und Verantwortung wahrnehmen. Von daher wäre in unseren Augen zumindestens von vier Sektoren zu sprechen.

Vorschlag einer Erweiterung der Sprachlichkeit

Sektor 1 = Der Staat
Sektor 2 = Die Wirtschaft
Sektor 3 = Die Sozialwirtschaft und die Non Profit Organisationen
Sektor 4 = Der Einzelne (Bürger) in seiner Eigenverantwortung

Fazit

Der Dritte Sektor hat sich zwar als fester Begriff in der Dikussion etabliert, er vermittelt aber das trügerische Bild von drei in sich geschlossenen Sektoren. Dies hilft bei der sozialen und ökologischen Transformation unserer Gesellschaft nicht immer weiter.




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